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ADS – Hyperaktivität

Kinder mit AufmerksamkeitsdefizitSyndrom (ADS):

 

Das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (auch als hyperkinetisches Syndrom bezeichnet) des Kindesalters ist eine Erkrankung, die durch die Symptome "motorische Unruhe" (Zappeligkeit), "Störungen der Aufmerksamkeit" und "Störung der Impulskontrolle (Handeln ohne zu Denken)" gekennzeichnet ist. Über 4 Prozent aller Schulkinder leiden unter dieser Störung.  Auch wenn die Ursachen der Erkrankung noch nicht vollständig entschlüsselt sind, ist davon auszugehen, daß fehlerhafte Abläufe im Bereich der chemischen Botenstoffe im Gehirn eine ausschlaggebende Rolle spielen.  Erbliche Faktoren scheinen bei einen Teil dieser Kinder ursächlich beteiligt zu sein.

ADS-Kinder stellen sehr hohe Anforderungen an ihre Eltern und Lehrer.  Es sind vielfältige Maßnahmen erforderlich, mit solchen "Sorgenkindern' in der Schule und insbesondere im Unterricht adäquat umzugehen.

Im Unterricht fallen die erkrankten Kinder bei flüchtigem Hinsehen durch Tagträumereien auf.  Bei genauerer Beobachtung lässt sich feststellen, dass ihre Aufmerksamkeit generell stark beeinträchtigt ist.  Nur in ausgesprochen schweren Fällen steht die motorische Unruhe mit ungerichteten Bewegungen, Aufstehen und Herumlaufen usw. während des Unterrichts im Vordergrund.  Häufiger ist es, dass die Kinder in der Schulstunde ihre Aufmerksamkeit nicht auf die Aufgaben, sondern auf ständig wechselnde Reize richten: so beschäftigen sie sich z.B. mit ihren Fingern oder Haaren, ihren Kleidungsstücken, Bleistiften oder Ähnlichem, während sich ihre gesunden Klassenkameraden problemlos auf das Unterrichtsgeschehen konzentrieren können.  Zusätzlich führt die Störung der lmpulskontrolle zu Störverhalten: die Kinder beginnen mit den Aufgaben, noch ehe sie vollständig gestellt wurden, haben diese dann nicht verstanden und führen sie nicht zu Ende.  Sie können sich kaum sinnvoll an Gruppenarbeiten beteiligen, sind häufig die ersten, die bei Fragen die Hände heben, egal ob sie die Fragen beantworten können oder nicht.  Dieses Verhalten stört die Arbeitsatmosphäre der Klasse oft nachhaltig und lässt die Kinder zu Außenseitern werden.  Daneben haben die betroffenen Kinder oft große Schwierigkeiten, echte Freundschaften zu schließen.  Auch der Sozialkontakt wird durch die Impulsivität behindert, die Begegnung mit anderen Kindern ist sprunghaft und oberflächlich, echte Freundschaften werden nicht gepflegt.  Aufgrund ihrer Unruhe und Impulsivität ist ihnen kaum möglich, an eher ruhigen Spielen teilzunehmen.  Häufig verhalten sie sich anderen Kindern gegenüber sehr dominant und versuchen Probleme durch aggressives Verhalten zu lösen.  Dies geht nicht selten so weit, dass sie von ihren Klassenkameraden regelrecht gefürchtet werden.

Das Vorliegen eines ADS sagt nichts über die intellektuelle Begabung des Betroffenen aus.  Aufgrund ihrer beschriebenen Beeinträchtigungen erbringen hyperkinetische Kinder aber selbst bei guter oder durchschnittlicher Begabung deutlich schlechtere Schulleistungen als ihre gesunden Altersgenossen.

Stellt sich bei einem Schüler der Verdacht auf ein ADS, sollten sich die Eltern vom Hausarzt eine Überweisung an einen Kinder- und Jugendpsychiater oder ADS-erfahrenen Kinderarzt ausstellen lassen.  Die Beobachtungen der Lehrer sind für die Eltern und den Arzt eine sehr wichtige Informationsquelle, da das Verhalten der Kinder in der strukturierten Situation des Unterrichts deutlich von seinem Verhalten zuhause abweichen kann.  Der Schulpsychologe kann im Vorfeld schon prüfen, ob und wie stark Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt sind.

Der Arzt wird das Kind gründlich körperlich, neurologisch und psychiatrisch untersuchen.  Dies ist außerordentlich wichtig, da auch körperliche Erkrankungen oder andere seelische Störungen ein hyperkinetisches Syndrom vorgaukeln können.  Bestätigt sich der Verdacht auf ein ADS, muss umgehend eine Therapie eingeleitet werden. (aus. Kinder mit AufmerksamkeitsdefizitSyndrom (ADS), Prof. Dr. G.-E. Trott/Dr. F. Badura, Iserlohn 1999)

Informationen zu ADS im Internet

www.psychologie-online.ch/add

www.addchaotic.de

www.ads-hyperaktivitaet.de

 www.wish-you-where-here.de

 www.add-infoline.de

 www.zappelphilipp.de

 www.opti-mind.de

 www.osn.de/user/hunter/badd.htm